Kaufnebenkosten & Finanzierung
durchgerechnet.
Kaufnebenkosten in Baden-Württemberg, monatliche Rate und Budget: Planen Sie Ihren Immobilienkauf mit unseren kostenlosen Rechnern — ohne Registrierung.
Kaufnebenkosten & Finanzierung
Berechnen Sie die komplette Finanzierung inkl. Kaufnebenkosten (Baden-Württemberg).
Monatliche Rate
1.911 €
Geschätzte Gesamtlaufzeit: ~29 Jahre
Kaufnebenkosten Baden-Württemberg
Faustregel: mind. 20 % der Gesamtkosten
Zinsniveau zur Orientierung: Im Juli 2026 lag der durchschnittliche Effektivzins für Wohnungsbaukredite an private Haushalte mit mehr als 10 Jahren Zinsbindung bei 3,92 %, bei über 5 bis 10 Jahren bei 3,78 % (Deutsche Bundesbank, MFI-Zinsstatistik, vorläufige Werte, veröffentlicht am 02.09.2026). Die Rechner starten deshalb mit 3,8 % Sollzins; Ihr tatsächlicher Zins hängt von Bank, Eigenkapital und Zinsbindung ab.
Kaufnebenkosten in Baden-Württemberg – Stand September 2026
Zum Kaufpreis kommen beim Immobilienkauf die Kaufnebenkosten hinzu. In Baden-Württemberg bestehen sie aus drei Posten: der Grunderwerbsteuer, den Gebühren für Notar und Grundbuch und – nur wenn ein Makler beteiligt ist – dem Käuferanteil der Maklerprovision. Zusammen sind das mit Makler rund 9,6–10,1 % des Kaufpreises, ohne Makler rund 6–6,5 %. Banken finanzieren diese Kosten in der Regel nicht mit; sie sollten deshalb aus Eigenkapital bezahlt werden können.
| Posten | Satz | Grundlage |
|---|---|---|
| Grunderwerbsteuer | 5 % | Steuersatz des Landes Baden-Württemberg; trägt in der Praxis der Käufer |
| Notar und Grundbuch | ca. 1–1,5 % | Gebühren nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG); die obere Spanne gilt, wenn für die Finanzierung eine Grundschuld eingetragen wird |
| Maklerprovision (Käuferanteil) | häufig 3,57 % | inkl. Mehrwertsteuer; nur wenn ein Makler beteiligt ist, höchstens so viel wie der Verkäufer zahlt |
| Summe | ca. 9,6–10,1 % | ohne Makler ca. 6–6,5 % |
Grunderwerbsteuer: 5 % vom Kaufpreis
Den Steuersatz legt jedes Bundesland selbst fest; in Baden-Württemberg beträgt er 5,0 %. Bei 400.000 € Kaufpreis sind das 20.000 €. Mitverkauftes Inventar wie eine Einbauküche darf im Kaufvertrag gesondert ausgewiesen werden und gehört nicht zur Bemessungsgrundlage – der angesetzte Wert muss aber realistisch sein. Mehr dazu im Ratgeber Grunderwerbsteuer in Baden-Württemberg.
Notar und Grundbuch: rund 1–1,5 %
Die Gebühren ergeben sich aus dem Gerichts- und Notarkostengesetz und richten sich nach dem Kaufpreis – jeder Notar rechnet nach derselben Tabelle ab. Für Beurkundung, Vollzug und die beiden Grundbucheintragungen (Auflassungsvormerkung und Eigentumsumschreibung) fallen rund 1 % des Kaufpreises an. Lässt die finanzierende Bank eine Grundschuld eintragen, kommen Notar- und Grundbuchgebühren dafür hinzu; dann sind es eher 1,3 bis 1,5 %. Wie sich die Posten zusammensetzen, zeigt unser Beitrag Notarkosten beim Hausverkauf.
Maklerprovision: nur, wenn ein Makler beteiligt ist
Beim Kauf einer Wohnung oder eines Einfamilienhauses zahlt ein privater Käufer höchstens so viel Provision wie der Verkäufer (§§ 656c, 656d BGB). In Baden-Württemberg üblich sind je 3,57 % inklusive Mehrwertsteuer; gesetzlich festgelegt ist die Höhe nicht. Kaufen Sie ohne Makler, entfällt dieser Posten. Hintergründe: Maklerprovision erklärt.
Wann die Kaufnebenkosten fällig werden
Alle drei Posten entstehen mit der notariellen Beurkundung des Kaufvertrags. Die Grunderwerbsteuer fordert das Finanzamt per Bescheid an, zu zahlen binnen eines Monats; erst danach stellt es die Unbedenklichkeitsbescheinigung aus, ohne die das Grundbuchamt den Eigentumswechsel nicht einträgt. Notar- und Grundbuchkosten werden nach und nach abgerechnet: die Notarrechnung meist nach der Beurkundung, die Grundbuchgebühren jeweils nach den Eintragungen. Hat nur der Verkäufer den Makler beauftragt, wird der Käuferanteil der Provision erst fällig, wenn der Verkäufer seinen Anteil nachweislich bezahlt hat (§ 656d BGB).
Rechenbeispiele
| Kaufpreis | Grunderwerbsteuer (5 %) | Notar & Grundbuch (1–1,5 %) | Makler (3,57 %) | Summe mit Makler | Summe ohne Makler |
|---|---|---|---|---|---|
| 300.000 € | 15.000 € | 3.000–4.500 € | 10.710 € | ca. 28.700–30.200 € | ca. 18.000–19.500 € |
| 400.000 € | 20.000 € | 4.000–6.000 € | 14.280 € | ca. 38.300–40.300 € | ca. 24.000–26.000 € |
| 500.000 € | 25.000 € | 5.000–7.500 € | 17.850 € | ca. 47.900–50.400 € | ca. 30.000–32.500 € |
Summen auf volle 100 € gerundet. Notar und Grundbuch: untere Spanne ohne, obere mit Finanzierungsgrundschuld.
Ihre eigenen Zahlen tragen Sie oben im Rechner „Kaufnebenkosten & Finanzierung“ ein; er kalkuliert vorsichtig mit der oberen Notar-Spanne. Den Kaufpreis können Sie direkt aus unseren Exposés übernehmen: aktuelle Angebote durchrechnen.
Verkaufen Sie vorher Ihre bisherige Immobilie, hängt Ihr Eigenkapital vom Verkaufserlös ab. Eine kostenlose Immobilienbewertung zeigt Ihnen, womit Sie rechnen können – unverbindlich, auch ohne späteren Verkauf.
Häufige Fragen zu Kaufnebenkosten und Finanzierung
Wie hoch sind die Kaufnebenkosten in Baden-Württemberg?
Mit Makler rund 9,6–10,1 % des Kaufpreises, ohne Makler rund 6–6,5 %. Darin stecken 5 % Grunderwerbsteuer, etwa 1–1,5 % für Notar und Grundbuch und – nur wenn ein Makler beteiligt ist – üblicherweise 3,57 % Käuferanteil der Maklerprovision inklusive Mehrwertsteuer.
Wie hoch sind die Kaufnebenkosten bei 300.000 €?
Bei 300.000 € Kaufpreis fallen in Baden-Württemberg 15.000 € Grunderwerbsteuer und etwa 3.000–4.500 € für Notar und Grundbuch an. Mit Maklerprovision (3,57 % Käuferanteil = 10.710 €) sind es zusammen rund 28.700–30.200 €, ohne Makler rund 18.000–19.500 €.
Welche Kaufnebenkosten fallen ohne Makler an?
Grunderwerbsteuer sowie Notar- und Grundbuchgebühren fallen bei jedem Kauf an, auch ohne Makler. In Baden-Württemberg sind das zusammen rund 6–6,5 % des Kaufpreises: 5 % Grunderwerbsteuer plus etwa 1–1,5 % für Notar und Grundbuch. Bei 400.000 € Kaufpreis entspricht das rund 24.000–26.000 €.
Wer zahlt die Maklerprovision beim Kauf einer Wohnung oder eines Einfamilienhauses?
Hat nur der Verkäufer den Makler beauftragt, zahlt ein privater Käufer höchstens so viel Provision wie der Verkäufer – und erst, nachdem der Verkäufer seinen Anteil nachweislich bezahlt hat (§ 656d BGB). Beauftragen beide Seiten denselben Makler, zahlen sie gleich viel (§ 656c BGB). In Baden-Württemberg üblich sind je 3,57 % inklusive Mehrwertsteuer; gesetzlich festgelegt ist die Höhe nicht. Diese Regeln gelten seit dem 23. Dezember 2020.
Wie viel Haus kann ich mir leisten?
Das hängt vor allem von Einkommen, Eigenkapital und Zinsniveau ab. Unser Budgetrechner oben rechnet aus Ihrer Wunschrate den maximalen Kaufpreis zurück – inklusive rund 10 % Kaufnebenkosten. Zwei Faustregeln zur Orientierung: Die monatliche Rate sollte unter 35 % des Nettoeinkommens liegen, und das Eigenkapital sollte mindestens 20 % des Kaufpreises betragen – mindestens aber die Kaufnebenkosten decken, weil Banken diese in der Regel nicht mitfinanzieren. Verbindlich ist erst das Angebot Ihrer Bank.
Quellen: Grunderwerbsteuersatz laut Finanzamt Baden-Württemberg; Notar- und Grundbuchgebühren nach § 34 GNotKG mit Gebührentabelle B; Provisionsteilung nach § 656c und § 656d BGB. Die Beträge sind Richtwerte zur Orientierung und ersetzen keine Rechts-, Steuer- oder Finanzierungsberatung. Erstellt unter Einsatz künstlicher Intelligenz und redaktionell geprüft. Stand: September 2026.
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